Skilagernews

 

Montag

Ein Interview nach dem ersten Tag, die Fragen stellen Larissa, Juan und Raoul, gefragt werden zwei Pistenrookies:

Juan: Wie fühlt sich das an, das erste Mal auf der Piste?

Samuel: Es fühlt sich seltsam an auf einem Brett zu stehen.

Rinora: Am Anfang hatte ich Angst...ich bin ein wenig eine Pessimistin.

 
Larissa: Was sind eure Ziele in dieser Woche?

Rinora: Ich möchte am Freitagabend sagen können: Ich kann Ski fahren!

Samuel: Ich möchte gerade herunterfahren können auf meinem Board.

 

Raoul: Rinora, warum fährst du Ski und nicht Snowboard?

Rinora: Meine Schwester kam mit einer Verletzung wegen eines Snowboardunfalles aus dem Skilager zurück. Das hat mich abgeschreckt.

Raoul: Und warum hast du das Snowboard gewählt, Samuel?

Samuel: Das Skifahren gefällt mir nicht.

 

Larissa: Habt ihr Spass gehabt an eurem ersten Tag?

Samuel: Ja

Rinora: Am Morgen noch nicht - am Nachmittag dann schon.

 

Juan: Werdet ihr nach dem Skilager in eurer Freizeit auf die Pisten gehen?

Rinora: Momentan glaube ich das nicht - ohne einen Leiter würde ich nicht alleine fahren wollen. Aber wer weiss, vielleicht sehe ich das am Freitag anders.

Samuel: Ja, ich denke schon.

 

Raoul: Würdet ihr, nach den Eindrücken des ersten Tages, das Skilager weiterempfehlen?

Samuel: Es hat Vor- und Nachteile...

Rinora: Es ist ein Erlebnis!

 

Raoul: Wir danken euch für eure Zeit und wünschen euch noch viel Spass im Skilager.
 
 
 

Dienstag

Dank einiger leichten Wolkenschleier machte die Sonne dem Schnee heute nicht gar so arg zu schaffen wie gestern. Am Morgen machten sich die Schulkinder in ihren neuen Gruppen auf, die stärkeren trafen letzte Vorbereitungen für das Skirennen vom Nachmittag. Die Alternativgruppe begab sich nach dem Hallenbadbesuch und den Interviewvorbereitungen vom Montag zum Scharmoin auf die Schlittelpiste. Am Morgen waren die Verhältnisse ausgezeichnet. Während die Schlittler am Nachmittag dann mit der zunehmenden Wärme zu kämpfen hatten, kämpften andere um Bestzeiten am gegenüberliegenden Hang. Leider funktionierte die Zeitmessung nicht einwandfrei. Mit manuellen Mitteln liess sich trotzdem ein Sieger ermitteln.

Ein Spielabend mit diversen Turnieren, Werwolfrunden oder kleineren Gesellschaftsspielgruppen schlossen den Tag ab

 

Mittwoch

Mittwoch - Mitte der Woche. Die Weltcupfinal-Abfahrt der Herren bestimmte den Morgen. Die fortgeschrittenen Schulkinder verfolgten die Abfahrt im Startbereich mit, die anderen hielten sich kurz vor dem Ziel am Pistenrand auf. Die Leistung der Profis an den Steilhängen beeindruckte die Münchwiler Skigruppen.

Am Nachmittag verteilten sich zwei Hauptgruppen nach freiem Wahlprinzip auf das Hallenbad und die Eishalle. Bei schönstem Wetter genossen Lehrkräfte und Schulkinder entweder das Sprudelbad am Pistenrand oder die glatte Eisfläche, welche trotz intensivem Traktieren mit Eishockeyschlägern, riskanten Kufenmanövern und leider auch manch stürzendem Körper ein lustvolles Befahren während des ganzen Nachmittags ermöglichte.

Das Abendprogramm wurde durch eine Schülergruppe organisiert. Elf Gruppen traten in einer rotierenden Quizrunde gegeneinander an. Richtige Antworten verhalfen zu einem Punkt. Bei falschen Antworten wurde nicht nur ein Minuspunkt vergeben, sondern die Pechfee zog aus einem Strafenpool verschiedene Aufgaben, welche die Schulkindergruppen zu bewältigen hatten. Unter anderem musste ein Lied vorgesungen werden, andere hatten als Känguru um den Tisch zu hüpfen oder - eine der vielleicht härtesten Strafen des Abends - den Lehrkräften ein Kompliment zu machen. Die Schulkindergruppe, welche den Abend organisiert hat, darf stolz auf sich sein für diesen gelungenen Abend. Die Rangverkündigung für diverse Rennen und Turniere vom Montag und Dienstag setzten den Schlusspunkt.

 

Donnerstag

Nach dem gestrigen Tag ohne Ski oder Snowboard an den Füssen ging es heute wieder auf die Piste. Zwei Gruppen brachen besonders früh auf, um die geplanten Kilometer über Lifte und Pisten bis nach Arosa und wieder zurück vor dem Mittagessen abgeschlossen zu haben. Andere Gruppen feilten weiter an ihrer Technik und die Alternativgruppe nahm den Aufstieg über den Wanderweg Tgantieni in Angriff. Nach dem Mittagessen nahmen es die ein oder anderen ein wenig ruhiger und genossen die kulinarischen Angebote der Region in sonniger Höhe.

Abends wurde es dann wieder hektischer. Die Vorbereitungen der Schulkinder für ihre Abendparty waren noch in einem ziemlich frühen Stadium und die Zeit wurde zusehends knapp. Fünf Schülerinnen und Schüler organisierten kurzfristig eine Musikbox, welche sie dem morgendlichen Weckdienst verdankten, sowie Luftballons und einige Süssigkeiten. Ausserdem musste mit den Lehrkräften abgesprochen werden, welcher Rahmen und welche Regeln am Abend gelten sollten. Nach letzten Absprachen beim Abendessen informierte die Schülergruppe selbständig ihre Mitschulkinder. Neben dem Stylen - welches mit unterschiedlicher Intensität betrieben wurde - sollte zudem möglichst viel bereits im eigenen Koffer verstaut werden.

Laut Augenzeugenberichten soll die Party ein wenig harzig gestartet sein - davon merkten die Lehrpersonen allerdings wenig, als sie um 21:15 Uhr mit Getränken in den aufgeheizten Aufenthalts- und temporären Partybereich vorstiessen, um mit allen zusammen auf das Skilager anzustossen. Nachdem alle zusammen eine Runde Macarena getanzt hatten, wurde das Fest verlängert. Die Schülerinnen und Schüler revanchierten sich, indem sie danach speditiv und gut gelaunt aufräumten sowie zügig zur Nachtruhe übergingen.

 

Freitag

Letzter Tag - und nochmal Sonne pur! Zackig ging es am Morgen ans Aufräumen. Frühstück würde es erst geben, wenn alle Zimmer "picobello" aufgeräumt wären. Dadurch motiviert und angetrieben von der ein oder anderen hungrigen Lehrperson verlief auch dieser Programmpunkt tadellos. Knapp nach 08:00 Uhr waren alle Koffer unten im Aufenthaltsraum, die Zimmer abgenommen und das Frühstück wurde aufgetragen. Nach einem letzten intensiven Morgen dann zum letzten Mal das Mittagessen im Lagerhaus:

Thomas Roth verabschiedete im Anschluss das Wirteehepaar Emerita und Jean-Charles Gaijean - diese werden noch zwei weitere Gruppen empfangen in diesem Winter und dann, nach vielen Jahren, in denen die Schule Münchwilen das Skilager bei ihnen verbringen durfte, in den Ruhestand treten. Ihrem Sohn und unserem Koch, Lionel Gaijean, brandete danach ein weiterer Applaus entgegen für das vorzügliche Essen während dieser Woche. Im Anschluss - für alle anwesenden Lehrkräfte eine Premiere - bedankten sich die Schülerinnen und Schüler mit einer Standing Ovation bei den Lehrpersonen für das Lager. Ein spezielles Dankeschön an Denise Bartholdi, Isabelle Dörig, Thomas Roth und Urs Liechti, die uns als Fachlehrpersonen ins Lager begleitet haben.

Was wäre ein Skilager ohne Unfälle? Wir wissen es nicht, denn am letzten Nachmittag passierte es doch noch. Einer unserer Skirookies stürzte und musste zum Arzt gebracht werden. Zum Glück waren es keine schwerwiegenden Verletzungen und der Jugendliche traf kurz nach dem Car in Münchwilen ein, wo die Schulkinder an ihre Eltern übergeben werden konnten. Ein Kompliment an dieser Stelle an die Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem Verhalten massgeblich zur guten Stimmung im diesjährigen Sonnenskilager beigetragen haben.

 

Sobald die Bilder von diversen Kameras zusammengetragen und vorab durch die Schülerinnen und Schüler abgesegnet worden sein werden, wird hier an dieser Stelle eine Fotogalerie angefügt.