Klassenlager

 News aus dem Klassenlager in Weggis

 

Die Koffer sind geladen, alle Schülerinnen und Schüler haben einen Platz gefunden - wir fahren los nach Weggis. Die Jugendlichen sind vollzählig anwesend, im Leiterteam allerdings klafft eine Lücke. Unsere Begleiterin I. Zurburg muss nach den Unwettern vom Sonntag noch ihren Keller trockenlegen. Im Seilpark begrüsst uns der gleiche Regen, den wir bereits in Münchwilen erleben durften, nur ein paar Grad kühler. Der Aufstieg zum Seilpark sorgt für einen ersten kleinen Wärmeschub. Nachdem wir die Kletterausrüstung montiert haben, folgt die Einführung. Zwei Karabiner, eine Rolle und diverse Farbcodes bringen uns sicher durch die verschiedenen Parcours. Die Temperatur bleibt konstant, der Regenfall verstärkt sich zwischenzeitlich. Nach einer halben Stunde kapituliert Petrus - die Laune der Jugendlichen lässt sich offensichtlich nicht trüben, auch wenn viele hölzerne Passagen ziemlich glatt geworden sind - die Niederschläge wandeln sich zu einem leichten Nieselregen. Zwei Gruppen kürzen sogar das Mittagessen ab, um noch eine Strecke durchsteigen zu können. Nach einer kurzen Aufwärmphase im Car folgt der Bezug des Lagerhauses Mark und Bein in Weggis.

Am Dienstag - wir sind inzwischen vollständig - müssen wir früh aufstehen, um den Transfer nach Luzern rechtzeitig zu schaffen. Ein Actionbound führt den Jahrgang kreuz und quer durch Luzern. Selfies vor Monumenten müssen geschossen, Infos von Gemälden und Tafeln abgelesen oder Standortmeldungen verschickt werden. Beim KKL angekommen sind bei einigen die Lunchsäckli bereits leergegessen. Am Nachmittag nutzen die Lagerteilnehmer die Zeit für gemütliche Einkaufsbummel, jeder nach seinen Vorlieben. Gesellschaftsspiele und Billardtisch lassen den Abend verfliegen. Nach der Actionbound-Rangverkündigung - gewonnen haben "die drei wilden Kerle und Janis" - und letzten Meldungen vom FC Tobel geht es ab ins Bett.

 

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Der Mittwoch führt uns auf die Rigi. Auf dem Gipfel angekommen geniessen wir die Aussicht - jedenfalls, was im Bereich von zehn Meter im Nebel noch erkennbar ist. Zum Glück hat Herr Schalch bei der Wandererkundung Photographien gemacht und kann uns zeigen, was wir sehen würden, wenn die Sicht klar wäre. Beim Abstieg zur Bähnlistation über Kuhweiden durch Wald und Wiesen aktivieren einige ihre letzten Kräfte, während andere gerne bis zum Lagerhaus weiterwandern würden. Am Abend organisieren Schülerinnen und Schüler die Unterhaltung - sechs Gruppen treten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Mit Rasierschaum eingeschmierte Ballone müssen rasiert, Tiere erraten oder Pokerfaceduelle ausgetragen werden. Die Gewinner werden am Donnerstag beim Frühstück mit Gipfeli belohnt.

Bevor erneut Regen aufkommt, schieben wir am Donnerstag einen Besuch im Freibad ein. Rund die Hälfte der Gruppe getraut sich ins kalte Nass. Eine Plattform, ein Sprungturm und ein Trampolin locken weiter hinaus. Mit den ersten Tropfen trennen sich die Wege. Einige jagen beim Geocaching Koordinaten hinterher, andere malen Naturphänomene. Dritte wandern durch Weggis und besuchen Wahrzeichen des Dorfes. Eine weitere Gruppe sammelt Brennnesseln, um sie zu Chips zu verarbeiten, die dann beim Nachtessen angeboten werden. Landart beschäftigt die letzte Gruppe. Eine mit Emotionen geladene Party schliesst den Abend ab.

Früh klingelt der Wecker am Freitag. Um 06:07 Uhr purzeln die letzten aus dem Bett. Nach dem Frühstück und den üblichen Morgenämtli beginnt die grosse Putz- und Aufräumaktion. Die Bibel von Weggis - die Checkliste der Vermieter - gilt es Punkt für Punkt zu erfüllen. Nach der Schlusskontrolle geht es mit dem Car nach Arth in den Tierpark. Die Schülergruppen werden mit Futterportionen für die Parkbewohner ausgerüstet und in die "Wildnis" entlassen. Nach diesem letzten Punkt heisst es: nächster Halt Münchwilen!