Sprachaustausch Puidoux-Münchwilen

 Munot

Zwei Wochen Intensivfranzösisch - das erlebten die Sekundarschülerinnen und -schüler der Waldegg  von Ende September bis Anfang Oktober. Dabei stellte nicht der Unterricht die grosse sprachliche die Herausforderung dar, sondern das Betreuen eines Gastes zu Hause und später das Gast-Sein in der Westschweiz.

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Bereits im Sommer hatten beide Schulzentren Briefe ausgetauscht und die Schülerinnen und Schüler sich damit ein erstes Mal gegenseitig kennengelernt. Für den Austausch konnten anschliessend bis zu drei Wunschpartner angekreuzt werden. Die Lehrkräfte beider Schulen bemühten sich bei einem gemeinsamen Mittagessen im zentral gelegenen Bern darum, möglichst allen Wünschen nachzukommen. Dort wurde auch das Programm der beiden Austauschwochen festgelegt.

Ende September bereiteten sich dann über 30 Jugendliche auf den Empfang vor, währenddem ihre Kolleginnen und Kollegen sich bei Schnupperlehren in der Berufswahl und Stellenfindung engagierten. Luftballone und selber hergestellte Willkommensplakate halfen, die grosse Nervosität auf beiden Seiten schnell zu überbrücken, als der Zug aus der Westschweiz in Münchwilen eintraf. Danach begleiteten die Münchwiler ihre Gäste zu sich nach Hause, wo beim Mittagessen mit der Familie das Kennenlernen fortgesetzt wurde. Am Nachmittag folgte ein Orientierungsgang durch Münchwilen - von den Lehrpersonen gestellte Aufgaben brachten dabei auch stille Wasser mindestens ein wenig zum Plätschern.

Unterricht wechselte sich in der Folge mit Ausflügen nach Schaffhausen, an den Rheinfall und nach Winterthur ins Technorama ab. Grillieren, Gesellschaftsspiele und eine erste Party bestimmten das Abendprogramm. Bereits nach der erste Woche wurde aus geographischer Perspektive ein frisch verliebtes Pärchen auseinandergerissen. Die Zugreise am folgenden Montag nach Puidoux zeichnete sich durch stark motivierte Schülerinnen und Schüler aus, die es kaum erwarten konnten, ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Westschweiz wiederzusehen und deren Umfeld kennenzulernen.

Lavaux

Zwischen die verschiedenen Unterrichtsblöcken in der Westschweiz reihten sich erneut Exkursionen. Eine Wanderung durch die Lavaux, den von der Unesco als Weltkulturerbe eingestufen Weinbergen am Genfersee, beeindruckte die Jugendlichen. In den Reben durften sie noch Trauben kosten, eine Degustation bei der Führung durch einen örtlichen Weinkeller untersagten die Lehrpersonen dann aber leider. Am Genfer Sitz der UNO faszinierte neben den imposanten Dimensionen und dem geschäftigen Betrieb auch die strenge Eintrittskontrolle. Den freien Mittwochnachmittag nutzen die meisten Schülerinnen und Schüler für einen Ausflug nach Lausanne - laut Kenneraussagen schmecke der Cheesburger in der Westschweiz gleich gut wie im vertrauen Wil.

Am abschliessenden Freitag fürchteten die deutschsprachigen Lehrpersonen bereits, nicht vollständig abreisen zu können, so schwer fiel einigen Jugendlichen die Trennung. Bereits das zweite Wochenende danach fanden gegenseitige Besuche statt. Auch wenn sprachlich nicht alle gleichermassen profitierten, so waren sicher der kulturelle Austausch und das Schliessen von Freundschaften über den Röstigraben hinaus weitere wertvolle Ergebnisse dieser zwei Austauschwochen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Eltern, welche den Sprauchaustausch durch die Aufnahme eines Jugendlichen bei sich zu Hause überhaupt möglich gemacht haben. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Austausch!