Tag ohne Strom

Schülerrat organisierte einen Schultag ohne Strom in der Oberstufe Waldegg in Münchwilen.

Kein Licht, keine elektronische Wandtafeln, alles von Kerzen erleuchtet.

 

Die Idee, einen normalen Schultag ohne Strom zu veranstalten, kam von einer Schulklasse. Diese Idee wurde imSchülerrat diskutiert und aufbereitet sowie nachher im Lehrerkonvent vorgestellt und auch angenommen. Das Ziel, einen solchen Tag durchzuführen, war es, möglichst auf Strom zu verzichten und dass man sich im Klaren ist, wie viel Strom man pro Tag verbraucht. Der Tag ohne Strom wurde am Freitag, 21. Februar 2014, durchgeführt. Für den Schülerrat stellte sich die Frage, was für Massnahmen im Vorfeld getroffen werden müssen, um das Ziel - einen Tag ohne Strom - möglichst gut zu gestalten.

 

 

Als die Schüler am Morgen um 7.20 Uhr in die Schule kamen, war es sehr dunkel, da unser Hauswart, Herr Haller, alle Innen- und Aussenbeleuchtungen ausgeschaltet hatte. Normalerweise klingelt eine Glocke, wenn die Stunde beginnt oder endet. Weil die Glocke Strom braucht, wurde sie durch Pfanne und Kochlöffel ersetzt. In jedem Schulhaus ging einer der Schülerräte herum und machte Lärm, wenn die Stunden endeten. Es wurden nicht ganz alle Geräte ausgeschaltet. Eine Ausnahme war beispielsweise die WC-Spülung, wo es ohne Strom zu unschönen Szenen gekommen wäre. Auch die Heizung lief noch, da das Ausschalten für einen Tag wenig effektiv gewesen wäre und das Aufheizen danach sehr viel Energie gekostet hätte. Viele Lehrer waren gezwungen, ihre Lektionen umzugestalten, weil sie zum Beispiel auch keine elektronischen Wandtafeln benutzen durften. So wurde im Matheunterricht ohne Taschenrechner gerechnet oder in Informatik ein Computer auseinandergenommen, um sein Innenleben zu untersuchen. Lehrpersonen mussten in der Pause auf ihren Kaffee verzichten, Handys waren ausnahmsweise für einen Tag vom Schulareal verbannt worden.

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Wir haben den Stromverbrauch an einem normalen Freitag gemessen und an dem Tag ohne Strom. Der Verbrauch bei einem normalen Freitag ist etwa drei Mal höher.

 

Trotz Kerzen- und später auch Tageslicht – es war ein grauer Freitag – war die Atmosphäre eher drückend. Vor allem am Morgen fehlte uns das Licht der Lampen. Auch wenn der Unterricht meist normal lief, war es ein eindrückliches Erlebnis und machte uns bewusst, wie wichtig Strom im Alltag ist.

 

Autor: Cyrill Stotz, 1Ea