Kurs Basisschrift

 

Obligatorische Weiterbildung zur Basisschrift

rt. Im Februar dieses Jahres besuchten alle Primarlehrpersonen der Volksschulgemeinde Münchwilen einen Einführungskurs zur neuen Basisschrift. Nun galt es Mitte Oktober, sich innerhalb einer Folgeveranstaltung intensiv mit Fragen der Didaktik und der Methodik rund um die Einführung der Basisschrift auseinanderzusetzen.

Als Kursleiter konnte wiederum Bruno Mock, Psychomotorik-Therapeut und Dozent an der Pädagogischen Hochschule Thurgau, gewonnen werden. Er wies zu Beginn seiner Ausführungen auf die Wichtigkeit der Sitzhaltung, der Fingermotorik, der Stifthaltung wie auch des Drucks auf den Stift beim Schreiben hin. Diesen Basisfunktionen sollte bereits im Kindergarten beim Erlernen der Grundbewegungen grosse Beachtung geschenkt werden. In der 1. Klasse liegt das Hauptziel wie bis anhin im Begreifen der Gross- und Kleinbuchstaben. Nachdem die verschiedenen Formen erlernt worden sind, sollten sie auf möglichst unterschiedliche Arten trainiert werden. Erst danach erfolgt das Einpassen in die Proportionen einer vorgegebenen Lineatur.

In der 2. Klasse erlernen die Kinder nicht mehr die Schnürlischrift, stattdessen trainieren sie das Schreiben teilverbundener Buchstabenfolgen. In der 3. Klasse werden Silben und ganze Wörter geübt, was sinnvollerweise mit dem Rechtschreibe-Unterricht verbunden wird. Während der Mittelstufe sollte den Kindern ermöglicht werden, eine eigene Handschrift zu entwickeln, die einerseits zügig und schwungvoll, andererseits aber auch gut lesbar ist. Auf dieser Stufe müssen mit den Kindern immer wieder auch Fragen der Gestaltung und der Darstellung thematisiert werden.

Als Schreibgerät hat der klassische Tintenfüller endgültig ausgedient. Er ist ein Expertengerät, das sich für kalligraphische Werke eignet, für den täglichen Gebrauch aber nicht mehr konkurrenzfähig ist. Das beste Gerät ist nach wie vor der Bleistift, sowohl aus ökologischer Sicht wie auch bezüglich Reibwiderstand und Handhabung. Ebenso empfehlenswert sind Tintenroller, Faserschreiber und für viele Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer eher überraschend der Kugelschreiber. Schliesslich kam der Kursleiter auch noch auf das Tastaturschreiben zu sprechen, das mit dem vermehrten Einsatz des Computers im Unterricht einen immer grösseren Stellenwert erhält.

Bruno Mock sprach im Verlauf des Weiterbildungskurses sämtliche Aspekte didaktischer Grundsatzfragen an und gab den Lehrpersonen zusätzlich eine ganze Menge an methodischen Tipps mit auf den Weg. Neue Lehrmittel und ein vom Kursleiter verfasstes ausführliches Dossier werden den Lehrpersonen helfen, mit den Kindern die Basisschrift auf lustvolle, aber doch zielgerichtete Weise zu üben und weiter zu entwickeln.

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