Teamweekend 2014

Kompetenzorientiert unterrichten

Traditionsgemäss begaben sich die Lehrpersonen der beiden Münchwiler Primarschulzentren zu Beginn des Monats September ins Teamweekend nach Vorarlberg, um sich mit Schulentwicklungsthemen und der Qualitätssicherung auseinanderzusetzen.

von Rolf Thalmann, Schulleiter

Zur Einstimmung ins Teamweekend befassten sich die Lehrpersonen der Primarschulzentren Oberhofen und Kastanienhof mit der Studie des neuseeländischen Erziehungswissenschafters John Hattie, der in einer aufwändigen Meta-Analyse nach Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Lernen forschte. Dabei erfuhren die Lehrerinnen und Lehrer, dass erfolgreiches Lernen zu einem grossen Teil von der persönlichen Beziehung zwischen den Lehrpersonen und den Schülerinnen und Schülern abhängt. Nach einer kurzen Information des Schulpräsidenten Thomas Wyser über die strategischen Ziele der Schulbehörde stand das Haupttraktandum des ersten Arbeitstages, das kompetenzorientierte Unterrichten, auf dem Programm. Thomas Birri, Dozent an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, liess die Lehrpersonen zum ersten Mal mit dem in den Medien oft kritisierten Lehrplan 21 arbeiten. Er zeigte den Lehrerinnen und Lehrern in einem Kurzreferat die Grundidee des kompetenzorientierten Unterrichts auf und liess sie anschliessend in stufenübergreifenden Gruppen ein selbst gewähltes Thema entsprechend skizzieren.

Am Nachmittag wurde die Arbeit mit dem neuen Lehrplan fortgesetzt. Die Lehrerinnen und Lehrer befassten sich in Stufengruppen mit der Erarbeitung von Lernaufgaben, mit dem Bestimmen von Kompetenznachweisen und mit der Festlegung von Beurteilungskriterien. Diese erste Auseinandersetzung mit dem Lehrplan 21, dessen definitive Einführung noch ein wenig auf sich warten lässt, zeigte fast allen Lehrpersonen auf, dass sie in ihrem Unterricht schon ganz viele Elemente des kompetenzorientierten Unterrichtens umsetzen und dass die Umstellung nicht gar so gross sein wird, wie allgemein befürchtet. Offen bleibt unter anderem, wie eine Kompetenzerreichung benotet werden soll.

Der Samstagvormittag bot den beiden Schulleitern Michael Götsch und Rolf Thalmann Gelegenheit, mit den Teams der beiden Schulzentren getrennt zu arbeiten. Dabei wurden den Lehrpersonen die Entwicklung der Schülerzahlen und die damit zusammenhängende Klassenplanung aufgezeigt. Auch die in diesem Jahr zum ersten Mal durchgeführte Feierstunde zum Schuljahresbeginn in der katholischen Kirche war nochmals Inhalt einer längeren Diskussion.

Schliesslich blieb den Lehrpersonen genügend Zeit, sich in den Stufenteams mit aktuellen Fragen der Schulentwicklung zu befassen. Während die Kindergärtnerinnen Themen des Schulprogramms bearbeiteten, machten sich die Unterstufenlehrerinnen Gedanken über das Festhalten an der Schnürlischrift oder der Einführung der Basisschrift. Die Mittelstufenlehrpersonen diskutierten die Notengebung bei stark ungenügenden Leistungen und bereiteten das im Januar erstmals stattfindende polysportive Winterlager im Detail vor.

Mit einem umfassenden Rückblick fand das Teamweekend kurz vor Mittag seinen Abschluss und die Lehrpersonen der Primarschulen Münchwilen und St. Margarethen wurden auf den Heimweg und ins wohlverdiente Wochenende entlassen.

 

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