Lesung mit Katja Alves

 

rt. Anfang Mai besuchte die bekannte Zürcher Autorin und Radiojournalistin Katja Alves die Mittelstufenklassen des Schulzentrums Oberhofen. Sie las aus einem ihrer Kinderbücher und erzählte aus ihrem interessanten Leben.

Zur Vorbereitung auf die Autorenlesung hatten die Lehrpersonen aller sechs Mittelstufenklassen mit ihren Schülerinnen und Schülern Katja Alves’ Roman „Tausend Gründe warum ich unmöglich nach Portugal kann“ gelesen. Das Buch handelt vom portugiesischen Mädchen Filippa, das in der Schweiz aufgewachsen ist und dessen Vater nun zusammen mit ihr und ihrem Bruder nach Portugal zurückkehren will, um dort ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Nele versucht Filippa alles Mögliche zu unternehmen, um die endgültige Rückkehr nach Portugal zu verhindern.

Katja Alves, die väterlicherseits selber portugiesische Wurzeln hat, nahm dieses Buch zum Anlass, um sich innerhalb der drei Lesungen mit den Münchwiler Klassen auszutauschen und ihnen die Welt einer Kinderbuchautorin näher zu bringen. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass Katja Alves bis zu sechs Stunden pro Tag mit Schreiben verbringt, dass sie pro verkauftes Buch lediglich 10 Prozent des Erlöses erhält und dass sie zumeist nicht einmal selber bestimmen kann, unter welchem Buchtitel ihre Geschichte erscheinen soll. Diesbezüglich hat der Verlag das Sagen, der zudem auch den Illustratoren bestimmt und sämtliche Druck- und Erscheinungsrechte in seinen Händen hält.

Katja Alves verstand es ausgezeichnet, die Mittelstufenkinder in deren individuellen Erfahrungswelt abzuholen und Vergleiche mit Filippas Lebenssituation anzustellen. Sie erklärte, dass das Buch nur an wenigen Stellen autobiographische Züge hat, denn in ihrer Familie stellte sich nie die Frage, ob der Lebensmittelpunkt nach Portugal verlegt werden sollte. Die Lesung wurde durch die Einspielung eines kurzen Filmes aufgelockert und bot den Schülerinnen und Schülern ausreichend Gelegenheit, der Autorin ihre ganz persönlichen Fragen zu stellen. Für die Fünftklässlerin Delia war am Ende der Autorenlesung jedenfalls klar, dass auch sie einmal den Beruf der Schriftstellerin ergreifen wird.

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